Nachrichten aus Ihrem Ortsverein Landesbergen
Der DRK – Ortsverein Landesbergen hatte am 04.09.2021 zu einem Grillnachmitttag eingeladen und es kamen 30 Mitglieder und Freunde des DRK. Alle stärkten sich ausgiebig und freuten sich, wieder einmal zusammen zu sein. Christian Müller von der Bereitschaft Landesbergen kam dazu und berichtete über die Einsatzwoche im Katastrophengebiet an der Ahr. Alle Anwesenden waren von seinem Bericht sehr angetan und berührt. Auch seine Ausführungen über die weiteren Folgen und Aussichten für die Betroffenen im Katastrophengebiet machte alle Anwesenden doch sehr nachdenklich. Es wurde allen die Arbeit des DRK Katastrophendienstes und der Bereitschaften und die Wichtigkeit dieser Arbeiten noch einmal sehr deutlich bewusst.
Nach Christians Ausführungen wurden noch viele gute Gespräche geführt und alle waren sich einig, es war ein schöner gelungener Nachmittag und Abend.
Die am vergangenen Montag in das Hochwassergebiet bei Bad Neuenahr – Ahrweiler abgerückten Einsatzkräfte des DRK-Kreisverbandes Nienburg sind am vergangenen Freitag zurückgekehrt.
Die Einsatzkräfte waren mit vielfältigen Funktionen betraut ob als Betreuer, Berater, Techniker oder Sanitäter.
"Hier macht sich die gute und breitgefächerte Ausbildung der Rotkreuzler bezahlt", so Christian Müller, Zugführer des DRK-Einsatzzuges Nienburg.
Das DRK ist an verschiedensten Stellen tätig. Zum einen wurde ein DRK-Verpflegungszentrum 10.000, die in der Lage sind rund 10.000 Menschen zu verpflegen, aufgebaut und wird nach wie vor seit Wochen vom DRK ehrenamtlich betrieben. Aber auch mehrere Trinkwasseraufbereitungen 5.000, Notstrom, Krisenintervention, Behandlungsplätze und vieles mehr stellt das DRK vor Ort sicher. All das ist nur mit der guten Bevorratung und Logistik möglich, die das DRK vorhält.
"Wir kehren mit erschreckenden aber vor allem positiven Eindrücken zurück, denn es ist erstaunlich was Solidarität und Mitgefühl, Technik und Tatkraft bewirken können, aber eben auch welch zerstörerische Kraft Wasser entwickeln kann", so Müller weiter.
Die Einsatzbereitschaft wurde direkt nach der Rückkehr wieder hergestellt worden und nun werden die Rotkreuzler diese vergangenen Tage zunächst mal für sich aber auch gemeinsam verarbeiten.
Seit mehreren Wochen beschäftigt das Jahrhunderthochwasser Betroffene und nicht zuletzt alle Hilfskräfte von Feuerwehren, THW und Hilfsorganisationen, wie dem Rotem Kreuz.
Aus diesem Grund hat der Landesverband des DRK schon kurz nach dem Ereignis im Auftrag des Landes Niedersachen vor Ort einen Betreuungsplatz für 500 Menschen mit Zelten und der nötigen Infrastruktur am Nürburgring und diverse Sanitätsstationen im betroffenen Gebiet errichtet und betrieben.
Die Einsatzkräfte werden regelmäßig getauscht, um die Belastungen im Rahmen zu halten. „Nicht zuletzt an dieser Verfahrensweise bemerkt man einmal mehr die Professionalität des DRK-Einsatzstabes auch im Umgang mit den Ressourcen“, so Christian Müller, Zugführer des hiesigen DRK-Einsatzzuges.
Bereits vom 22. bis 27. Juli waren sieben Nienburger Kriseninterventionskräfte vom Roten Kreuz in das Schadensgebiet entsendet worden. Die Kräfte für die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) führten mit den Menschen Gespräche, hörten zu und gaben Halt. Erst hierdurch wurde den Helferinnen und Helfern das Ausmaß der Katastrophe und der damit verbundenen Schicksale bewusst. Aber es galt nicht zuletzt auch für die vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte da zu sein und ihnen Möglichkeit zur Aussprache des Erlebten zu geben. Letztendlich hat auch dieser Einsatz wieder gezeigt, wie wichtig die psychosoziale Notfallversorgung in akuten Krisen ist, um Betroffene und Einsatzkräfte aufzufangen und fachgerecht zu betreuen.
Nun ist der Kreisverband des DRK Nienburg erneut, neben zehn weiteren niedersächsischen DRK-Kreisverbänden, gefragt, jeweils eine Teileinheit der vorgehaltenen Einsatzzüge zu entsenden. So werden sich am Montag Landesberger, Lavelsoher und Rehburger Rotkreuzler, neben über 70 Einsatzkräften aus den anderen DRK-Kreisverbänden, auf den Weg machen.
Unsere Notfall- und Rettungssanitäter werden sich mit Rettungs- und Krankentransportwagen sowie Mannschaftstransporter zum dortigen Bereitstellungraum begeben und die rettungs- und sanitätsdienstliche Versorgung der Bevölkerung und Einsatzkräfte vor Ort sicherstellen. „Voraussichtlich werden wir als mobile Rettungswache und als Besatzung für die vom DRK bereits eingerichteten Sanitätsstationen eingesetzt. Aber auch betreuungsdienstliche Aufgaben im Bereich des Betreuungsplatzes werden wir zu bewältigen haben“, gibt der Zugführer einen Ausblick. „Ich bin jetzt schon hochzufrieden, wie geübt und gut vorbereitet unsere Einsatzkräfte mit der Alarmierung umgegangen sind und mit welcher Disziplin alles erfolgt ist“, so Müller stolz über seine Helferinnen und Helfer. „Jetzt zeigt sich einmal mehr die Qualität der Ausbildung und die Sinnhaftigkeit guter Ausrüstung“, so Müller weiter.
Am späten Donnerstagabend werden die Rotkreuzler voraussichtlich und hoffentlich wohlbehalten zurückkehren.